Ich habe mich beruflich selten für den geradlinigsten Weg entschieden. Meistens für den, der mich am meisten interessiert hat.
Schon während meines Studiums der deutschen und englischen Literaturwissenschaft sowie Philosophie an der Universität zu Köln wollte ich verstehen, wie Geschichten funktionieren. Was Menschen bewegt. Warum manche Gedanken bleiben, während andere sofort wieder verschwinden. Und wie Sprache unsere Wahrnehmung verändern kann.
Ich habe mich mit den großen Denker:innen, Philosoph:innen und Literat:innen unserer Geistes- und Zeitgeschichte beschäftigt und dabei gelernt, welche gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung Sprache und Haltung haben können. Und ich habe mich in die Schönheit der Sprache verliebt: in die Ästhetik eines genau gesetzten Satzes, der mehr sagt als jede Erklärung.
Gleichzeitig hat mich die visuelle Welt fasziniert. Bilder, Ästhetik, Gestaltung, die Kunst der Inszenierung. Ich wollte nicht zwischen Inhalt und Form wählen. Mich interessierte immer beides.
Also habe ich unterschiedliche Medienwelten kennengelernt. Beim WDR Fernsehen in der Kulturredaktion, später als Redakteurin im Mode- und Lifestyle-Bereich in München, für ELLE, GLAMOUR und myself. Ich habe erlebt, wie aus einer guten Idee eine Geschichte wird, wie man Themen journalistisch zuspitzt und wie viel Arbeit hinter einer Veröffentlichung steckt, die am Ende ganz selbstverständlich wirkt.
Später wechselte ich in die Markenkommunikation, arbeitete in Agenturen wie fischerAppelt und Meiré und Meiré mit Unternehmen und beschäftigte mich intensiv mit hochwertiger Markeninszenierung und Luxury Branding. Als Head of Marketing habe ich schließlich das Marketing eines Berliner Tech-Unternehmens komplett neu aufgebaut.
Besonders die großen internationalen Magazinmarken haben mich geprägt. Publikationen wie VOGUE, AD oder GLAMOUR zeigen, wie kraftvoll das Zusammenspiel aus journalistischer Substanz, visueller Qualität und einer unverwechselbaren Haltung sein kann.
Ein gutes Magazin informiert nicht einfach. Es eröffnet eine Welt.
Genau dieses Prinzip fasziniert mich bis heute – auch in der Markenentwicklung.














